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Zu diesem Punkt der Tagesordnung berichteten die
Sieker Vertreter, Herr Ekkehard Heinbockel und
Karl-Hermann Vahle von der Besichtigung des
Auslieferungslagers in Rade folgendes:
Wenn man das Gebäude von außen sieht, fühlt man sich
bereits erschlagen, dieser Eindruck wird jedoch noch
weit übertroffen, wenn man sich im Innenraum befindet.
Es ist schwer, sich die gesamte Ausdehnung einer
solchen Halle vorzustellen. Während der Besichtigung
konnte ein offenes Gespräch mit der dortigen
Geschäftsleitung über die Strukturen und zu
erwartenden Problemstellungen geführt werden. Es
handelt sich dabei um ein großes Investitionsprojekt,
wobei alle Leistungen für das Gebäude und seinen
Betrieb von örtlichen Unternehmen erbracht werden
sollen. An sechs Tagen in der Woche wird das
Auslieferungslager rund um die Uhr in Betrieb sein,
wobei auch soziale Einrichtungen für Fahrer (Kantine,
Duschen etc.) und anderes Personal vorgehalten werden.
Gewerbesteuer wird am Ort bezahlt, wobei man von einem
Betrag in sechsstelliger Höhe ausgeht. Es gibt eine
gut qualifizierte Führungsmannschaft, bei den übrigen
Arbeitsplätzen kann man eher nur von „Jobs“ reden. Von
dem geplanten Lager aus sollen insgesamt 76 Geschäfte
in Hamburg, Lübeck im südlichen Schleswig-Holstein und
in Teilen von Mecklenburg-Vorpommern beliefert werden.
Es wird von rd. 500 LKW Bewegungen täglich
ausgegangen, wobei die Anbindung an die Autobahn noch
problematisch erscheint. Der Informationsstand der
Gemeindevertreter in Siek ist nicht ausreichend,
jedoch wird das Projekt im Bauausschuss in Siek
positiv bewertet, wobei eine Änderung des
Flächennutzungsplans und ein neuer Be-bauungsplan
erforderlich wird, beides bedarf der Absegnung durch
die Gemeinde. Lidl möchte das Projekt innerhalb von
drei Jahren verwirklicht sehen. Die Baumaßnahmen
würden europaweit ausgeschrieben werden, so dass nicht
un-bedingt Unternehmen aus der näheren Umgebung von
diesem Projekt profitieren würden.
Herr Voß nahm nun seitens der Gemeindeverwaltung zu
diesem Vorhaben Stellung. Wie er ausführte hat die
Gemeindevertretung eine Resolution verabschiedet und
begründet dies vor allem mit der zu erwartenden
Lärmbelästigung durch
• Schallreflexion
• LKW-Verkehre und
• Eigenlärm
Dies wird noch gutachtlich geprüft. Die sich daraus
ergebenden Argumente müssen gut formuliert werden. Zu
kritisieren bleibt allerdings das bisherige Verhalten
von Gemeindeverwaltung und CDU in Siek, wobei
besonders erstaunlich ist, dass die positive
Entscheidung in der Sieker Gemeindevertretersitzung
gefällt wurde, ohne zu wissen, um welchen Investor es
sich handeln würde. Auf Kreis- und Landesebene scheint
man sich jedoch einig zu sein, dass das Gebäude so
errichtet werden soll. Es ist sicherlich
auszuschließen, auf die Baugestaltung noch Einfluss
nehmen zu können. Lidl selbst kann man sicherlich
keinen Vorwurf machen, jedoch erscheint das Verhalten
von WAS, Kreis und Land sehr befremdlich.
Die Taktik des Erschwerens ist wohl derzeit das
einzige Mittel, die Sache doch noch ins Wanken zu
bringen. Auf jeden Fall muss man jedoch in die Lage
versetzt werden, alle Vor- und Nachteile im Detail
dargelegt zu bekommen. Derzeit wiegen jedenfalls die
positiven Aspekte die erkennbaren Nachteile nicht auf.
Anfrage von Herrn Koch aus Siek:
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Was für eine Satzung hat die WAS, um solche
Projekte hier ansiedeln zu können, ökologische
Aspekte scheinen überhaupt keine
Berücksichtigung gefunden zu haben, auch ist
nicht erkennbar, dass ein
Vorab-Logistik-Konzept erstellt wurde. Selbst
von dem geplanten Gartenbauzentrum ist eine
Standortstudie vorgelegt worden, dies kann man
auch von Lidl erwarten. |
Wir müssten noch
viele positive Aspekte finden, um diese Ansiedlung
befürworten zu können, momentan können wir dies
jedenfalls nicht tun. |