Ampelanlage A1 / Ostring
 Die gute Nachricht

 Baubeginn der Ampelanlage
2. Februar 2005

 

Ampel am Ostring regelt den Verkehr
(Ahrensburger Zeitung vom 17. Feburar 2005)

 Inbetriebnahme
22. Februar 2005
 

 ... war doch nicht so gut:

 Ostring: Unfall an der neuen Ampel
(Ahrensburger Zeitung vom 29. Februar 2005)

 außer Betrieb nach 3. Unfall
(Ahrensburger Zeitung vom 4. März 2005)
Wie die Ampelanlage diesen Bereich entschärfen soll, bleibt allerdings das Geheimnis der Planer dieser Konstruktion: Es gibt aus Fahrtrichtung Siek zur Autobahnauffahrt für Linksabbieger zwar eine eigene Spur, aber statt einer dazugehörigen Ampelphase nur ein gelbes Blinklicht. Die Auffahrt von der anderen Seite ist sogar ohne Rechtsabbiegerspur praktisch nur durch die "Vorfahrt achten"-Beschilderung geregelt, die Ampel mit ROT und GELB dient hier eher der Verwirrung und stellt damit eine zusätzliche Gefährdung dar. Drei Unfälle innerhalb von zehn Tagen sprechen eine deutliche Sprache.
Dabei kann mangelnde Erfahrung nicht der Grund für diese Fehlleistung sein, denn bei der Inbetriebnahme der Ampelanlage auf der Sieker Seite wurden gleiche Fehler schon einmal gemacht.
Nun bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen schnell im Sinne der Sicherheit die notwendigen Ergänzungen an dieser Anlage veranlassen und sich bei dieser Gelegenheit endlich mit der Situation an der Ostringkreuzung ernsthaft auseinander setzen. Sie sollten sich dabei nicht nur von der Theorie, sondern auch von der Praxis (
Entschärfung Ostringkreuzung) in ihren Entscheidungen leiten lassen.

 Unfälle Nr. 4 und 5
(Ahrensburger Zeitung vom 24. Mai 2005)

War in der Ahrensburger Zeitung vom 4. März nach dem 3. Unfall noch zu lesen:
"Wir setzen uns mit der Verkehrsaufsicht zusammen und schauen, wie man nachbessern kann", verspricht Detlev Holz (43) von der Ahrensburger Polizei. Optimal sei eine separate Regelung für Linksabbieger.
lautet heute die Stellungnahme Verantwortlicher zu dieser Ampelschaltung "wenn sich alle an die Vorfahrtsregeln halten, würden hier keine Unfälle passieren". Erstaunlich nur, warum es trotzdem noch Ampeln und Unfälle gibt. Wahrscheinlich kann nicht sein, was nicht sein darf.
Die "Entschärfung" dieses Unfallschwerpunktes (6 Unfälle in 2004) ist durch die realitätsfremde Ampelschaltung zu einer noch größeren Gefahrenquelle geworden.
Muss es wirklich erst zu Personenschäden kommen, bevor diese Ampelfalle entschärft wird??

 Unfall Nr. 7
(Ahrensburger Zeitung vom 5. November 2005)

Nun ist es zu den vorhersehbaren Personenschäden gekommen. Wie die Verantwortlichen ihrer Verantwortung gerecht werden wollen, interessiert nicht nur die Betroffenen sondern auch diejenigen, die an dieser Stelle seit Februar 2005 gefährdet werden.

 Schon wieder Unfall an der A1-Auffahrt
(Ahrensburger Zeitung vom 18. November 2005)

 Unfälle Nr. 9 bis 11
(Ahrensburger Zeitung vom 24. November 2005)

Unter Berücksichtigung des Verkehrsaufkommens an dieser Stelle hätte es bei Beachtung der Richtlinien für Lichtsignalanlagen (RiLSA) von Anfang an für die Linksabbieger eine Zusatzampel geben müssen. Diese Forderung wurde von der Polizei bereits 10 Tage (und 3 Unfälle) nach Inbetriebnahme der Anlage aufgestellt.
Wenn jetzt - nach 9 Monaten und 11 Unfällen - der Leiter des Landesbetriebes für Straßenverkehr dieser Idee aufgeschlossen gegenüber steht anstatt umgehend zu handeln, dann grenzt das an vorsätzlicher Straßenverkehrsgefährdung.

 Unfall Nr. 12
(Ahrensburger Zeitung vom 7. Dezember 2005)

Wenn der Leiter des Landesbetriebes für Straßenverkehr endlich die Notwendigkeit der auch von der Polizei geforderten Linksabbiegerampel erkennt, können wir nur hoffen, dass die Zeitspanne zwischen geplantem Baubeginn und Fertigstellung kürzer ist als bei der Realisierung dieser Ampelanlage (geplanter Baubeginn: August 2003, Fertigstellungstermin: 22. Februar 2005).

 Unfallschwerpunkt entschärft
(Ahrensburger Zeitung vom 25. Februar 2006)

Ein Jahr ist also bei den Landesbetrieben für Straßenbau in Lübeck eine zügige Reaktion. Das macht wenig Hoffnung für das nächste Kapitel dieser "unendlichen Geschichte":
4. Ostringampel: Wieder Versuch und Irrtum?