in der Gemeindevertretung Großhansdorf
Für alle Lebensbereiche
gibt es Regeln, die es einzuhalten gilt. Gesetzliche Regelungen werden
regelmäßig durch Kommentare und Urteile durch Juristen verständlicher
gemacht, zumindest für Juristen.
Daneben gibt es Regeln, die u. a. dem fairen Miteinander dienen und Gesetze
sinnvoll im Sinne des gesunden Menschenverstandes ergänzen. So spiegelte
sich bei der Wahl der Großhansdorfer Mitglieder des Schulverbandes am 3.
April 2003 das Votum der Wähler so gut wie möglich wider: CDU mit einem
Wahlergebnis von 57% bekam 4 von 6 Sitzen (=66,67%), SPD mit 21,15 % 1
Sitz (=16,67 %) sowie Grüne + FDP mit zusammen 21,84% ebenfalls 1 Sitz.
Der
Versuch der Großhansdorfer Mehrheitsfraktion, ihren Anteil um weitere 16,67%
auf dann 83,33% zu steigern bedeutet, dass sie das kleine 1X1 der Demokratie
noch immer nicht beherrscht.
Natürlich bedaure ich, dass ich nach 21 Jahren im Schulverband Großhansdorf
gezwungen werde, dieses Amt abzugeben. Aber mit meinem bisherigen
Stellvertreter und jetzigen Nachfolger werden in der Frage der Schulform die
Mehrheitsverhältnisse in der Schulverbandsversammlung wenigstens nicht
verändert.
Wirklich schmerzhaft ist für mich die Erkenntnis, dass in Großhansdorf eine
Mehrheitsfraktion regiert, die bereit ist, ihre Vorstellungen rücksichtslos
und im Zweifelsfall auch gegen erkennbare Mehrheiten mit undemokratischen
Mitteln durchzusetzen.
Aber vielleicht täusche ich mich und es gibt wie vor 6 Jahren bei der
Kandidatenkür zur Bürgermeisterwahl Mitglieder in der CDU-Fraktion, denen
demokratischer Anstand wichtiger ist als Fraktionsräson. |