AZ 16.5.2007 Schulstreit: FDP sammelt Unterschriften

An den Bürgermeister der
Gemeinde Großhansdorf
Herrn Janhinnerk Voß

Barkholt 64
22927 Großhansdorf 

 

 

Pro Gemeinschaftsschule

Sehr geehrter Bürgermeister Voß,

wir Bürgerinnen und Bürger von Großhansdorf fordern Sie auf, dass Sie Ihre demokratische Legitimation als direkt gewählter Bürgermeister nutzen, um eine Entscheidung über die zukünftige Schulform in Großhansdorf herbeizuführen, die einer Demokratie würdig ist.


 

 

 

Hans-Karl Limberg

Sieker Landstraße 1 b
22927 Großhansdorf

Tel. : 04102 697555
Fax: 04102 208138
eMail: hans-karl.limberg@fdp-grosshansdorf.de


Herrn Bürgermeister
Janhinnerk Voß 

Barkholt 64
22927 Großhansdorf

Großhansdorf, den 23. Mai 2007


Offener Brief zum Thema „Briefaktion“


Sehr geehrter Herr Voß,

nachdem die letzte ordentliche Gemeindevertretersitzung vor der Schulverbandsversammlung am 7. Juni 2007 ohne einen von mir befürchteten Dringlichkeitsantrag zur Verschärfung des Beschlusses vom 10. Mai 2007 überstanden ist, möchte ich zur Vermeidung weiterer Missverständnisse klar stellen, dass Sie keineswegs zur Missachtung einer Weisung aufgefordert werden sollen. Das wäre selbst unter diesen Umständen einer Demokratie unwürdig.  Mit „einer Demokratie würdig“ ist hingegen folgendes gemeint:

  1. Der Beschluss der Gemeindevertretung Großhansdorf ermöglicht in der Frage der Schulform eine Enthaltung.
  2. In den Schulverbandsgemeinden Siek und Hoisdorf sind die Mehrheiten in den Gemeindevertretungen sogar wesentlich eindeutiger als in Großhansdorf. So ist es unter den gegebenen Umständen für diese Schulverbandsvertreter auch  eine Frage der demokratischen Legitimation für ein gegenteiliges Stimmverhalten.

Fazit: Wenn alle Schulverbandsvertreterinnen und -Vertreter den Beschlüssen der Gemeindevertretungen folgen bzw. sich bei einer abweichenden Überzeugung der Stimme enthalten, würde der Demokratie Rechnung getragen und eine juristische Anfechtung unmöglich. Deshalb soll diese Briefaktion Sie als Schulverbandsvorsteher in dem Bemühen unterstützen, von allen Mitgliedern der Schulverbandsversammlung eine öffentliche Erklärung in diesem Sinne zu erhalten, damit weder Sie noch andere Schulverbandsvertreterinnen und Schulverbandsvertreter in die Verlegenheit kommen, eine Gesetzes- oder Ordnungswidrigkeit zu begehen.
Jede andere Variante als dieses „Gentlemen Agreement“ birgt zumindest juristische Risiken, die Geld der Steuerzahler und Zeit kosten werden.
Sehr geehrter Herr Voß, wir schätzen Ihr Engagement für Großhansdorf und seine Bürgerinnen und Bürger und bedauern, dass unsere Briefaktion derart missverstanden werden konnte. Wir sollten gemeinsam das mit- und nicht das über-einander reden  besser kultivieren.
 

Mit freundlichen Grüßen

 

ST 24.5.2007 Offener Brief an Bürgermeister