Bezirksverband Großhansdorf-Hoisdorf-Siek
Bei aller Zufriedenheit über den Beschluss für
eine Gemeinschaftsschule in Großhansdorf bleibt für die Liberalen des
FDP-Bezirksverbandes Großhansdorf-Hoisdorf-Siek ein schaler Beigeschmack.
Sie fragen: Warum wurde nicht rechtzeitig die Umwandlung der
Friedrich-Junge-Realschule in eine Gemeinschaftsschule zum 1. August 2008 im
direkten Anschluss zur Schließung der Hauptschule beschlossen?
Kurzer Rückblick:
Mit dem Beschluss zur Schließung des Hauptschulzweiges zum 1. August 2008 am
16. Mai 2006 ohne Alternative für Hauptschüler am Schulstandort Großhansdorf
wurde der Anspruch auf alle Schulabschlüsse aufgegeben. Damit wurde - mit
den Stimmen der CDU - das Kapitel „3-gliedriges Schulwesen“ in Großhansdorf
geschlossen. Die Anträge des Schulverbandsvertreters Hans-Karl Limberg (5.
Dezember 2006, 18. April 2007) auf eine verbindliche Regelung für alle
Schulabschlüsse nach dem 1. August 2008 wurden nicht in Erwägung gezogen. Im
Gegenteil: Die Großhansdorfer Mehrheitsfraktion nahm die Anträge zum Anlass,
Hans-Karl Limberg am 10. Mai 2007 nach 21jähriger Zugehörigkeit aus dem
Schulverband zu „entfernen“.
Die Strategie, auf Basis der gefassten Beschlüsse in der Großhansdorfer
Gemeindevertretung eine juristisch wie demokratisch saubere Lösung für die
Gemeinschaftsschule herbeizuführen, wurde von einem SPD-Vertreter als
„unselige“ Aktion diffamiert. Die Krönung war allerdings die
Schulverbandsversammlung am 7. Juni 2007, als eine Resolution für eine
Gemeinschaftsschule lediglich 2 Stimmen aus Siek bekam, keine aus
Großhansdorf und keine aus Hoisdorf.
Die Genehmigungspraxis des zuständigen Ministeriums zeigt, dass noch im
November 2007 mit guten Aussichten auf Genehmigung zum 1. August 2008 die
Möglichkeit bestanden hätte, die Umwandlung der Friedrich-Junge-Realschule
in eine Gemeinschaftsschule zu beantragen.
Doch auch da war die zeitliche Entfernung zur Kommunalwahl noch deutlich größer
als am 13. März 2008. Vielleicht beantwortet das die Frage vom Anfang. |