Zitat:
Siegt Ideologie über Vernunft?
Die so genannten Umweltschützer sind verantwortlich für viele wirtschaftlichen Miseren in unserem Land. Gerade hat das Oberverwaltungsgericht in Lübeck diesen Leuten mit dem Baustopp des Lübecker Flughafens geholfen, was Hunderten von Menschen aus der Region den Arbeitsplatz kostet. Alle Betroffenen schütteln ob dieser völlig unverständlichen Entscheidung nur den Kopf.
Der Hamburger Flugzeugbauer Airbus expandiert und wird in diesem Jahr fast 1.500 neue Arbeitsplätze schaffen. Glücklicherweise haben dies nicht auch ein paar überideologisierte Bauern verhindert.
Noch größere wirtschaftliche Schäden haben die Grünen in Deutschland über Jahre angerichtet, indem sie den Anteil unseres Energiebezugs aus Kernkraftwerken auf mittlerweile 27,5 % gedrosselt haben. Dadurch ist der Strom in Deutschland extrem teuer geworden (Strom aus Kohle-, Gas- und Ölkraftwerken ist wesentlich teurer als der aus KKWs, von Windkraftstrom, den unser Umweltminister Herr Trittin so favorisiert, ganz zu schweigen). Betriebe wie das Hamburger Aluwerk mit 450 Mitarbeitern schließen, weil die Energiekosten zu teuer geworden sind. Zum Vergleich: Frankreich bezieht zu 85 % die Energie aus KKWs. Die kWh kostet in Deutschland 50 % mehr als in Frankreich (7,5 Cent statt 5 Cent). Es bleibt zu hoffen, dass der von Rot-Grün beschlossene Atomausstieg von einer neuen Regierung zurückgenommen wird, damit der Wirtschaft in Zukunft günstigerer Strom angeboten werden kann.
Auch in Siek gibt es kleine Gruppe von sehr eifrigen, ideologisierten Bürgern, die mit Hilfe ihrer Bauchargumente, dass eine große Gewerbeansiedlung nicht zum Dorfcharakter passe, sich gegen Wirtschaftswachstum stellt und damit auch hier das Schaffen von neuen Arbeitsplätzen gefährdet.
Zur Klarstellung: Die Argumente von Umweltschützern, Grünen, Alternativen, Bürgerinitiativen, Aktionsbündnissen und wie sie alle heißen sind gut, sie sind wichtig und sie müssen ernst genommen werden. Denn fast immer weisen sie auf Missstände hin, um deren Beseitigung man sich kümmern sollte. Diese Argumente müssen jedoch unbedingt abgewogen werden gegen allgemeine, wirtschaftliche Interessen, wenn es um die Schaffung neuer Arbeitsplätze bzw. deren Erhalt geht. Die Ideologie, für den einzelnen durchaus verständlich und berechtigt, bestimmte Umwelt-Güter zu schützen, darf nicht über der Vernunft stehen, sich um das in der heutigen Zeit wichtigste Gut zu bemühen, nämlich um Arbeitsplätze.
Nun werden die Mitglieder der einen oder anderen Gruppierung behaupten, sie hätten nichts mit der anderen Gruppe zu tun. Genau diese Annahme ist falsch. Sie alle haben eine, ganz entscheidende Gemeinsamkeit, sie stellen nämlich ihre eigenen, ideologischen oder privaten Interessen über das Gemeinwohl, genauer: über das gemeinschaftliche Interesse, sich für die Schaffung neuer Arbeitsplätze bzw. deren Erhalt einzusetzen.
Winfried Harok, im Juli 2005